Sonderausstellung
Die bunte Welt des Einkaufs – Kaufläden und Spielzeug aus der Sammlung Roggors, Durach im Allgäu
17.12. – 01.04.2012, Mittwoch bis Sonntag 14 – 17 Uhr
Kaufläden als Spielzeug haben eine lange Tradition. Seit dem 17. Jahrhundert sind Textil-, Metzger- und Kaufmannsläden bekannt. Sie waren kostbare Anschauungs- und Repräsentationsobjekte für wohlhabende Adlige und großbürgerliche Familien. Anfangs waren es noch kleine Schreinerbetriebe, welche die Miniaturen in Hand- und Heimarbeit herstellten. Erst allmählich wurden Puppen, Kaufläden und Puppenstuben zur Massenware. Ganze Familien – auch Kinder – arbeiteten mit, um Spielzeug zu produzieren, das sie sich selbst nicht leisten konnten. Die Spielzeugproduktion entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriezweig, und zwischen 1760 und 1930 war Deutschland sogar führend im Weltmarkt.
„Die bunte Welt des Einkaufs“ stellt einen Ausschnitt aus der umfangreichen Sammlung von Elfriede Roggors dar. In mehr als fünfzig Jahren hat sie eine systematische Kollektion von Puppen, Kaufläden, Puppenstuben und Spielzeug zusammen getragen, die in ihrer Vielfalt einen Zeitraum von fast zwei Jahrhunderten umfasst. Frau Roggors starb im Jahr 2006 und vermachte ihrer Heimatgemeinde Durach diesen Schatz.