Sonderausstellung


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Markt und Handel … wie’s früher war
30.04.2017 bis 03.10.2017

Eine Stadt ohne Markt war im Mittelalter und ist bis heute – undenkbar!
Die neue Sonderausstellung ergänzt die bereits vorhandene Marktsituation im Museum und zeigt anschaulich, wie fahrende Händler mit ihrem bunten Angebot ehemals das Geschehen im Städtle bereicherten und wie es zu örtlich fest ansässigen Geschäftsbetrieben gekommen ist.

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Im Nachklang zu beeindruckenden Sonderausstellungen

"ANGEKOMMEN IN IMMENSTADT"

vom 22.09.2016 bis 06.11.2016

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(Quelle: Stadtarchiv Espelkamp "Ankunft im Lager Espelkamp um 1949")

Im Jahr 1946 sind 260 Flüchtlinge nach Immenstadt gekommen. Bereits 1955 lebten und arbeiteten 1.847 Flüchtlinge im Stadtgebiet . Viele von ihnen hatten sich eine sichere Existenz geschaffen wie die bekannten Brüder Julius und Heinrich Kunert, die im Städtle ihr "Strumpfimperium" neu aufbauten oder Dr. Helmut Klopstock, der lange Jahre ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses Immenstadt war.

In der Rückschau wird deutlich, dass die Heimatvertriebenen nach 1945 zu einem festen, nicht wegzudenkenden Bestandteil des wirtschaftlichen, gesell-schaftlichen und kulturellen Lebens im Oberallgäu wurden.

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(Sudetendeutsche Heimatstube im Museum "Hofmühle")

Die enge Verbundenheit Immenstadts mit den Vertriebenen und der Sudetendeutschen Landsmannschaft kam mit der Einrichtung einer "Sudetendeutschen Stube" im Museum "Hofmühle" zum Tragen. Die Herkunft, das Schicksal und das kulturelle Erbe der böhmischen Länder wird hier seit 1990 dauerhaft gezeigt.

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Mit einem Klick auf das Foto öffnet sich der Flyer zur Sonderausstellung in einem neuen Fenster.


(Foto: Stadtarchiv Immenstadt "Bahnhofstraße in Immenstadt Ende Februar 1945")








"350 JAHRE LORETO-WALLFAHRT BÜHL AM ALPSEE"
vom 01.05.2016 bis 11.09.2016 im Museum "Hofmühle"

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Vor 350 Jahre wurde in Bühl am Alpsee eine Loreto-Kapelle errichtet und dort der erste Gottesdienst gefeiert. Rasch entwickelte sich zu dem neuen Kirchlein eine ansehnliche Wallfahrt mit jährlich bis zu 30.000 Pilgern, was 2016 mit einem großen Jubiläumsjahr gefeiert wird. Mit der Thematik beschäftigt sich im Museum „Hofmühle“ auch die neue Sonderausstellung des Heimatvereins Immenstadt. Gezeigt werden unter anderem längst verschollen geglaubte Schriftstücke. Erstmals ist beispielsweise für die Öffentlichkeit ein handschriftliches Büchlein zu sehen, das Aufzeichnungen zur Geschichte der Loreto-Kapelle Bühl ab dem Jahr 1666 enthält. Insbesondere finden sich hier eine ganze Reihe von sogenannten Mirakelgeschichten, also Erzählungen von wundersamen Heilungen und Gebetserhörungen, die durch die Vermittlung der Muttergottes von Bühl geschehen sein sollen. Lange Jahre glaubte man auch nicht, dass noch ein Exemplar des ersten Bühler Wallfahrtsbuchs aus dem Jahre 1689 existiert. Auch dieses Exponat wird in der Ausstellung präsentiert.

Maria Bild 1 250pxDie Ausstellung spannt den Bogen über die Architektur des Bühler Kirchenensembles, über die Stifter und Gönner der Loreto-Kapelle, über die Wallfahrtsgeschichte mit all ihren Kuriositäten, über die Votivgaben und die Souvenirs, die man in Bühl erwerben konnte, bis hin zur Unterkirche St. Salvator. In diesem Kontext thematisiert die Sonderausstellung auch eine längst „vergessene Wallfahrt“, nämlich die Wallfahrt zum Heiligen Grab. Die Kombination von Loreto-Wallfahrt und Heilig-Grab-Wallfahrt macht Bühl zu etwas ganz Besonderem: Denn der Bogen wird gespannt von Alpha zu Omega, vom Haus Nazareth zum Tod Christi und der Auferstehung, und damit theologisch über die reine Marienverehrung hinausreichend zum Kernbestand des christlichen Glaubens.

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Rahmenprogramm zur Sonderausstellung
„350 Jahre Loreto-Wallfahrt Bühl am Alpsee“

(mit einem Klick auf die Überschrift können Sie den Flyer zur Sonderausstellung öffnen)

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Vernissage der Sonderausstellung "350 Jahre Loreto-Wallfahrt Bühl am Alpsee"

Bis auf den letzten Platz besetzt waren am 1. Mai die Stühle in der Eingangs-halle des Museums "Hofmühle", als das Bühler Klarinettenquartett die Gäste mit einem musikalischen Stück auf die Vernissage der Sonderausstellung "350 Jahre Loreto-Wallfahrt Bühl am Alpsee" einstimmte. Auch zwischen den einzelnen Reden und nicht zuletzt während der Zeit des Rundganges sowie des Stehempfanges bewies das Ensemble sein großes Können und brachte Melodien aus der Zeit vor 350 Jahren zu Gehör.

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Nach seiner kurzen Begrüßung und Einführung übergab Gerhard Klein, der
2. Vorsitzende des Heimatvereines, das Wort an Herrn Stadtpfarrer Anton Siegel, welcher die Bedeutung der Sonderausstellung von Seiten der Katholischen Kirche aufzeigte. 2. Bürgermeister Herbert Waibel als gebürtiger Bühler ging in seinem Grußwort ganz besonders auf Erinnerungen aus seiner Kinderzeit ein und erwähnte dabei schon eines der besonderen Exponate der Ausstellung, einen osmanischen Tug aus der Zeit der Türkenkriege.

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Mit viel Freude und Begeisterung nahm Gerhard Klein, als abschließender Redner, die Anwesenden auf den Weg der Entstehung der Sonderausstellung mit und beendete seinen kurzweiligen Vortrag mit einer aufrichtigen Dank-sagung an all' jene, welche zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben. Wie schon Stadtpfarrer Siegel dankte auch Gerhard Klein insbesondere dem leider vor kurzem verstorbenen Bruno Kohler für seine wertvolle Unterstützung durch sein umfangreiches Wissen in kirchlicher und geschichtlicher Hinsicht sowie die Bereitstellung verschiedener Leihgaben.